Ingrid Pape

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#1
Eine alte Linde, extra aufgeführt in der Satzung zum Schutz des Baumbestandes in der Gemeinde Rosdorf, wurde heute mal eben bis auf den Grund umgemacht.

Auf Nachfrage beim Ortsbürgermeister, wurde behauptet sie wäre verkehrsgefährdend gewesen. Mir wurde der Name eines Sachverständigen genannt, den ich daraufhin kontaktiert habe. Er meint er hätte lediglich einen Rückschnitt der Krone empfohlen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Er will noch bei der Gemeinde nachfragen, und sich dann bei mir melden. Bin mal gespannt.

Ich zeige hier mal Bilder der Schnittstellen, soll sich jeder ruhig seine eigene Meinung zur Gefährlichkeit des alten Baumes bilden.

Pro Baum


 

orchidfriend

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#5
Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln bei soviel Behördenwahnsinn. Dazu kommt diese Doppelmoral, dass wir doch alles tun um die heimische Flora und Fauna zu schützen.
 

Ingrid Pape

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#7
Er will noch bei der Gemeinde nachfragen, und sich dann bei mir melden. Bin mal gespannt.
Was er auch getan hat. Überhaupt macht er auf mich einen sehr guten Eindruck. Viel rausgefunden hat er zwar noch nicht, weil bei der Gemeinde natürlich mal wieder niemand etwas genaueres wissen will, aber er bohrt weiter und meldet sich wieder.

Habe mich gedanklich natürlich auch weiter mit der Sache beschäftigt.

Ein paar Gedanken die im Austausch mit anderen angesprochen wurden:
Eine Gemeinde legt die Richtlinien für die Satzung zum Schutz der Bäume fest, hat, wie in diesem Fall, das Recht einzelne Bäume aufzunehmen, kann sie aber natürlich auch wieder löschen. (Sehr hilfreich, alles in eine Hand zu geben).
Regelmäßige Baumpflege, wie Rückschnitt der Krone alle paar Jahre, ist natürlich teurer als eine komplette Fällung.
Gefällt wurde am 3. März. Nach dem 28. Februar ist es nicht erlaubt. Was natürlich auch die ausführende Firma wissen muß ...
Weiter wurde angesprochen, dass es wohl eine Informationspflicht gibt.

Fakt bis hier hin: Ein Rückschnitt der Krone macht einer Linde nichts aus, und hätte in diesem Fall die Verkehrssicherheit gewährleistet!
Die Fällung hat in einer Zeit stattgefunden, in der es nicht erlaubt ist.
Der, den ich für den Verantwortlichen halte, muß das alles wissen, ebenso natürlich die ausführende Firma.
Informiert wurden nicht. (Hatte den Verantwortlichen auch gefragt warum er uns nicht vorab informiert hat. Seine Antwort: "Dafür habe ich keine Zeit". )

Ich berichte weiter.
 

orchidfriend

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#8
Bei so vielen Verstößen gegen die eigenen Vorschriften/ Regeln wird es ganz schön schwer werden sich rauszureden. Wer da am Ende seinen Kopf hinhalten darf? Bin gespannt, was du weiter berichten wirst.
 

Ingrid Pape

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#9
Werde mal abwarten wie die Ersatzpflanzung ausschaut.

Der Naturschutzbeauftragte der Gemeinde hat sich viel Mühe gegeben zu vermitteln, und das obwohl er für Innerorts gar nicht zuständig ist. Mal sehen was nun umgesetzt wird. Ich werde auf jeden Fall dran bleiben, natürlich auch was die anderen Bäume im Ort betrifft. Und weiter berichten.
 
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